whitePASSION Blog

Tokyo #6: und sonst noch?

Juli 29th, 2014

Tempel und Tokyo Tower

Der letzte Bericht über Tokyo  :3

Was haben wir sonst noch so getrieben, außer uns die Füße wund gelaufen und gestaunt und geschlemmt?

Natürlich haben wir uns Tempel angesehen. Ich muss sagen, es sind einfach überaus beeindruckende Gebäude, alle die Grundfläche ist so groß das man bei all den kleinen Wohnungen einfach ins staunen kommt. Und auch die Glocken und Staturen die größer sind als ich selber  sind einfach nur beeindruckend! Wir haben zwei gesehen – einen in unmittelbarer Nähe unserer Übernachtung bei Nacht und einen weiteren Tempel auf dem Weg zum Tokyo Tower.

Tokyo Sky Tree – in blau

Und auch der Tokyo Tower ist beeindruckend. Wir haben ihn uns lediglich von unten angesehen (da wir erstmal für nichts Eintritt bezahlt haben) und alleine von unten dieses mächtige Bauwerk anzusehen verschlägt einem die Sprache! So viel Stahl… wobei der Tokyo Sky Tree (das zweithöchste Gebäude der Welt) noch imposanter ist. Und jeden Abend im übrigen in einer anderen Farbe leuchtet  love

Ohne Witz, alleine einer der Stahlbalken die mit mehreren dann einen Teil des Fußes bilden ist schon doppelt so breit wie jeder normale Mensch… ich frage mich ja wie die Leute überhaupt auf die Idee kommen so was zu bauen, geschweige denn es auch wirklich schaffen  O_O

Wobei es da noch beeindruckender ist, wenn man sich den kaiserlichen Palast und Garten ansieht. Allein die Rasenfläche die wir gesehen haben (und das war nur ein Teil des ganzen ) ist vermutlich so groß wie vier Fußballfelder gewesen.. und drum herum konnte man gemütlich spazieren, sich ein Teil der alten Gebäude ansehen… und im Anbetracht der Tatsache wie alt das alles da ist, erfüllt es einen dann doch mit Ehrfurcht  o-o

Auch in Parks waren wir. Insbesondere in Ueno sind wir einmal spazieren gegangen vom Bahnhof bis zum Museum, am Zoo vorbei und konnten sogar einen Baseballplatz entdecken auf dem Kinder trainiert haben. Sehr putzig, zumal das eine Mädchen besser gespielt hat, als alle Jungs zusammen  :haha:  Man merkt, die Japaner lieben Baseball  kiss  Wir waren im übrigen bei bestem Sonnenschein im Park und ich hab sehr schnell gemerkt, warum vor allem die Japanerinnen auch im Sommer mit Regenschirmchen unterwegs sind – mit dunklen. In der prallen Sonne lies es sich kaum Aushalten,

Im Park – viel grün

jeder schattige Fleck war ein Segen. Nichtmal unbedingt so sehr wegen der Wärme, wobei die auch ungewohnt war, sondern wirklich wegen dem beissendem Licht, sodass man echt kaum gucken konnte.

Und obwohl wir uns inmitten einer Metropole bewegt haben hat man steht’s immer wieder grün gesehen. Es gibt viele Flächen wie Parks oder ein paar Bäume am Straßenrand, sodass man nicht vollkommen den Bezug zu Pflanzen verliert… wobei es wohl für naturverbundene Leute trotzdem nix sein wird  :) Für mich als (inzwischen) Stadtmensch ist es eine sehr angenehme Mischung gewesen! Denn im Gegensatz zu hier wird in Japan z.B. auf den Straßen kaum geraucht. Im Gegenteil: Es wird auf den Straßen mit Aufdrucken gebeten, nicht in der Öffentlichkeit zu rauchen. Für die Raucher gibt es draußen oft eigene Raucherzonen wo sie sich versammeln und ihr Nikotin genießen.

Hingegen darf in Restaurants mitunter wieder geraucht werden… beeindruckend fand ich trotzdem, wie sehr sich alle daran halten. Auch Müll landet nicht auf der Straße, sondern wird artig mit nach Hause genommen und dort entsorgt. Denn Mülleimer sucht man oft vergebens in der Stadt  >_< Zumindest eine Scheibe davon könnten wir uns abschneiden – eine so saubere Stadt hab ich noch nie gesehen!

Pokemon Center

Eine Sache die wir uns auch noch angesehen haben, war das Pokemon Center. Wobei ich da echt enttäuscht war. Nicht das ich noch irgendwas damit am Hut hätte, als meine Kindheitserinnerungen an die erste Spiele Generation… trotzdem erwartet man ja eigentlich etwas von so einer großen Marke, die alleine über 700 Monster hat und so eine große Marketingstrategie hat. Und dann kommt man an so einem kleinen, Einstöckigen Laden an, der Merchandise verkauft. Und von den 700 Pokemon gab’s vielleicht… von nichtmal 200 was zu kaufen? Pikachu in zig Ausführungen und all die Beliebten aber sonst… ich weiß nicht… ich hätte etwas größeres Erwartet. Mit eigenem Café, mehr Spieleautomaten und so weiter… aber gut – man muss ihnen natürlich lassen das der Laden gerammelt voll war und die Leute trotzdem Fußballpikachus für 3000 ¥ kauften und alles andere auch.  ^^;

Tokyo Fazit

Also insgesamt muss ich sagen – trotz Stress am Anfang und der immensen Hitze und dem schlechten Schlaf – habe ich den Urlaub sehr genossen. Es gibt natürlich noch so unendlich viele Sachen die wir nicht gemacht, nicht gesehen haben und wer weiß was man noch alles hätte entdecken können… trotzdem war eine Woche Tokyo für das Wesentliche sehr gut! Ich habe mich überaus wohl gefühlt, es läuft alles so ordentlich und strukturiert und die Leute sind ungemein hilfsbereit ohne Aufdringlich zu sein . heart

Und das Essen.. das Essen… hach allein deshalb würde ich glatt noch mal hin wollen :)  Und natürlich zum shoppen  xD

Wobei ich auch klar sagen muss – da Leben? Ich glaube nicht. Für ein Jahr oder so könnte ich mir das noch vorstellen, aber die Japaner haben eine so andere Vorstellung von Arbeitsmoral, dass unsereins da untergehen würde. Über 10 Stunden arbeiten ist da normal, plus einen Arbeitsweg von 2 Stunden (man schläft nicht ohne Grund in der U-Bahn oder setzt sich dort Kontaktlinsen ein…) – für nur hin – wenig Urlaub, wenig Freizeit und wenn dann wird diese auch in vorgeschriebenen Kreisen verbracht… Japan hat ohne Zweifel auch viele lange und tiefe Schatten die sich unsereins einfach nicht so bewusst ist… insbesondere da sie ein Inselvolk sind das bisher auch viel unter sich geblieben ist… sicher ändert sich auch vieles. Man hat durchaus öfter Touristen gesehen oder auch Ausländer die offenbar da arbeiten und es wird sich sicher noch viel verändern.. doch wenn man “nur” Urlaub da macht kann man das echte Leben nur erahnen…

Auf jeden Fall – irgendwann will ich wieder da hin!  heart

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Line-Test – Bunt, Schwarz etc.

Juli 26th, 2014

 

gleiches Motiv – unterschiedliche Wirkung

Mir ist mal nach was anderem, als Tokyo gerade… von daher mal ein kleiner Test den ich mit euch teilen will  xD

Das man Aquarell sehr schön mit unterschiedlichen Zeichenmedien kombinieren kann ist klar – insbesondere bei den Lines – solange sie Wasserfest sind geht alles. Von einigen hab ich gehört, oder schon mal getestet.. und dank Leuchttisch konnte ich jetzt den direkten Vergleich von einem Motiv und unterschiedlichen Line-Stilen machen :D

Ich find es faszinierend wie unterschiedlich sie wirken.. bei schwarz ist alles so überaus solid und bei grauen Linern oder Bleistift alles so überaus dezent im Hintergrund das man viel mehr darauf achten muss wo die Farbe zu ende ausläuft…

Seipa bin ich immer noch zwiegespalten.. bei Hauttönen wirkt es so wunderbar harmonisch aber sobald man eine ganz andere Farbe dazu nimmt…  drop mir scheint es so, als würde es sich mitunter ganz schön beißen

Die Buntstiftlines waren komplett neu für mich.. zum einen arbeite ich sowieso so gut wie gar nicht damit, sodass sie vielleicht ein wenig ungelenk aussehen… aber auch der Effekt ist interessant, da die Lines mitunter komplett mit der Farbe verschmelzen… und man so manchmal das Gefühl hat, am Ende ein Bild “ohne Lines” zu haben…

Was gefällt euch? Wie zeichnet ihr am liebsten?

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Tokyo #5: Shinjuku (Artist Shopping)

Juli 13th, 2014

Grundsätzlich ist Shinjuku ein ganz normaler Stadtbezirk in Tokyo, hier sind vor allem Behörden und Stadtverwaltungen. Wir sind irgendwann hergefahren, da es heißt man findet hier Postkarten. Wir wollten natürlich – ganz europäisch – welche Schreiben, hatten jedoch in den ersten Tagen nicht eine gesehen! Denn für die Japaner ist es üblich aus dem Urlaub Souvenirs mitzubringen und keine Postkarten zu schreiben. Also ging’s ab nach Shinjuku (früher als geplant) um im Rathaus welche zu kaufen, denn laut Internet gibts hier welche.

Eingang in ein Künstlerparadies

Jedoch sind wir nicht fündig geworden.. wir sind durch die Gegend gezogen und haben gesucht aber irgendwie waren die riesigen und leeren Gebäude sowie Unterführungen nicht hilfreich… also haben wir den Plan verworfen und sind dahin gegangen wo ich ursprünglich ganz zum Schluss am Urlaub hin wollte um mein letztes Geld zu verprassen: Sekaido!

Nachdem klar war, dass wir fliegen hab ich mich ein wenig schlau gemacht wo man am besten Zeichenbedarf (insbesondere für Mangakünstler) finden kann und bin via Youtube auf Sekaido gestossen. Der Laden hat über mehrere Stockwerke ausschließlich Künstlerbedarf  love Ein Stockwerk jeweils für allgemeinen Schreibbedarf, Mangazeug, Aquarell und Leinwände, Bilderrahmen, Skulpturen usw… ich bin nichtmal bis ganz oben gewesen da ich bereits im zweiten Stock im Himmel war  ^^=

stöbern im Sekaido – Bücher und Rasterfolien einen ganzen Gang lang

Hier gibt’s echt alles was man sich wünschen kann. Gänge voll mit Rasterfolien, Markerstifte (Copics hab ich hier keine gesehen dafür andere Marken), Lineale, Leuchttische – sogar ein ganzer Gang voll mit Bleistifen  heart Und auch Zeichenbücher hier zu kaufen ist super denn während im Animate es auch welche gibt und wie alles andere dort eingeschweißt sind konnte man im Sekaido in allen Blättern und stöbern  kiss

Alles was wir Künstler auf unserem Schreibtisch rumfliegen haben gibt es da – in zigfacher Ausführung. Auch deutsche Produkte konnte man finden  :o Ich war wirklich geflasht und wusste gar nicht wo ich anfangen sollte.. also bin ich zig mal mit einem Korb in der Hand durch den Laden getigert und hab nach und nach ein paar Sachen eingepackt von denen ich denke das ich sie nutzen werde (denn trotz Flash kauf ich nur Sachen die ich auch brauche…).

Am Ende hab ich auch gutes Geld im dem Laden gelassen  ^^;

die kleineren Shopping Ergebnisse :3

Am meisten hab ich mich wohl über die Auswahl der Bleistifte gefreut – kein Witz! Ich zeichne am liebsten mit Druckbleistiften der Stärke 0,3 und hatte bisher einen davon zu Hause. Wenn man nun aber verschiedene Härtegrade von Minen hat müsste man die entweder andauernd wechseln oder halt mehrere Bleistifte haben. Da aber 0,3 hier in Deutschland sehr selten ist und die dann alle gleich aussehen nützt mir das wenig. Und hier gab’s alle Stärken in so vielen Farben! Schwarz, Rot, Pink, Blau, Gelb, Türkis… ich konnte mich gar nicht entscheiden xD

Auch ein paar Federn hab ich mitgenommen und blaue Bleistiftminen in 0,5 die sehr schön sind! Und auch eine Dr. Ph. Martins Farbe – jedoch von einer ganz anderen Serie als die, die man hier so findet… ich hab sie noch nicht ausprobiert und bin gespannt wie sie sich verhält.  o-o Und eine Schablonenform mit achteckigen Formen in allen Größen! Hier gabs auch ne faszinierende Auswahl, es gab auch Glitzerschablonen und welche die offensichtlich dafür sind Schriftzeichengrößen abzumessen, damit die Sprechblasen weder zu groß noch zu klein sind.

Pastellmarker – sehr hübsch!

Markerstifte hab ich mir auch zwei 12er Packs geholt. Zum einen von Nekopiko eine Sammlung an Hautfarben und einmal von der Marke ComicTwin Pastellfarben. Ich arbeite ja eigentlich eher mit Aquarell aber für schnelle Farbpalletten zusammen stellen oder Sketche kann man auch gut mal zu Marken greifen, das geht dann doch schneller  :)  Die Farben sind auf jeden Fall alle sehr hübsch!

Sehr spannend fand ich auch die Auswahl an Zeichenbüchern… die How to Draw Manga Reihe habe ich hier z.B. auch entdeckt! Aber auch sehr viele andere Reihen… die Auswahl ist immens. Posenbücher, Hintergründe… Action… alles da! Da kommt man echt ins schwärmen und wird ein kleines bisschen neidisch, wenn man an die kleine Auswahl denkt, die wir hier haben…  -.-

Aufgrund der Sprache ist einem nicht unbedingt möglich hier alles zu kaufen… allerdings da man hier blättern und stöbern konnte ist es möglich bereits vor dem Kauf zu sehen ob’s das Buch viel Text hat oder ob man durch die Bilder und Zeichnungen es auch so versteht! Und ich habe tatsächlich zwei Bücher (die Kosten hier so 2.300 ¥) gefunden die Menschen als Referenz für Posen mehrfach fotografiert haben. In dem einen geht es um Kampfszenen und die Bewegungsabläufe, das andere zeigt immer zwei Personen die miteinander interagieren :3

Zeichenbücher aus Japan

Das einzige was ich mir nicht im Sekaido gekauft habe, sondern im Animate, ist ein Leuchttisch! Im Sekaido gibt es für Lichttische eine sehr große Auswahl und auch an allen Größen – von A5 bis A3 – jedoch gab es den, der mir optisch gefallen hat leider nicht… das war eine sehr lustige Verständigung mit dem Verkäufer der ebenfalls kein Wort Englisch konnte und uns versuchte zu sagen, dass dieser ausverkauft ist  T-T

Und da ich zu meinem bedauern auf Optik dann doch einen Gewissen Wert lege hab ich mir dann am Ende einen anderen, wenn auch teureren Tisch gekauft. Den ersten Test damit hab ich bereits gemacht und ich bin mit dem Tisch sehr zufrieden  :) Er ist hell, wird nicht warm  und hat einen extra Schalter, sodass ich ihn bequem ausschalten kann. Sicher nix besonderes, aber es ist mein erster Lichttisch – zumal die Japaner ja auch andere Steckdosen haben und dieser direkt ein USB Kabel dabei hat und das somit alles kein Problem ist mit dem anstöpseln…

Es ist irgendwie sowieso ein Witz das ich mir bisher keinen gekauft habe, wo man doch gerade als Zeichner der traditionellen Medien so was nur zu gut gebrauchen kann…  O_O Aber im Urlaub sitzt das Geld ja bekanntlich eh lockerer…  B)

 

Und für alle die vielleicht noch mehr Eindrücke von dem Laden haben wollen – hier das Youtube Video das ich im Vorfeld gefunden hatte:

PS: Im Erdgeschoss hier haben wir dann auch die ursprünglich gesuchten Postkarten gefunden  lol

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Tokyo #4: Essen gehen

Juli 11th, 2014

Das das japanische Essen ganz anders ist als unseres ist wohl den meisten klar. Sushi kennt man, natürlich. Das die Japaner eine Schwäche für Nudelsuppen haben vielleicht auch noch.. aber auch sonst ist die Küche und alles drum herum ein wenig anders  :)

Sieht zum anbeissen aus und ist aus Plastik!

Aber fangen wir erstmal draußen an – ja draußen  B)  Denn es ist in Japan nicht unüblich die Gerichte die es gibt bereits draußen als Kartenaushang zu sehen oder ausgestellt – als originalgetreues Plastikimitat. Alle Speisen und Getränke die ihr dort bekommt stehen oft in einem Glaskasten als Plastikimitat rum, sodass man direkt gucken kann was es gibt und was man essen möchte. Und die sehen verdammt lecker aus  love

Mut etwas zu essen was man nicht kennt – und es ist lecker!

Jedoch muss man direkt sagen, dass Vegetarier (wie der Hase) in Japan sehr schlechte Karten haben… fast überall ist Fisch oder Fleisch drin. Und da man entweder nur ein Plastikessen hat oder eine Karte komplett auf japanisch heißt es raten oder hoffen  :haha: In meinem Fall hieß es damit: Bestellen und gucken wie es schmeckt! Das ist sicher nicht jedermans Sache aber in Japan muss man experimentierfreudig sein… und wohl auch im Vorfeld die Küche ein wenig kennen gelernt haben. Denn die japanische Küche schmeckt durchaus anders als die unsere – die Japaner arbeiten viel mit Gewürzen die wir hier nicht so haben – und sie würzen gut  :3 Natürlich auch mit Salz & Co. – aber auch Majonäse wird hier gerne verwendet xD .

Okay weiter – sobald man dann sich entschlossen hat in einem Laden zu essen gehts rein – und dank der Sprachbarriere kommt die Weltsprache “Hände und Füße” hier zum Einsatz – die Japaner haben sich jedoch sehr gut darauf eingestellt – entweder liegen bereits Karten mit Bildern alle Gerichte und Getränke an der Kasse – oder aber es wird sofort eine hergezaubert, sofern man nicht wie ein Japaner aussieht  lol Also wird gezeigt was man will und mit ein paar Fingern gezeigt wie viele Cola man möchte. Ich muss sagen die Japaner waren immer überaus höflich und hilfsbereit trotz der Tatsache, dass wir uns nicht mit Worten verständigen konnten – ihre Servicesprüche wurden uns trotzdem jedes mal gesagt und das ganze Programm abgezogen!

Essen bestellen via Automat

Wir haben oft in Nudelrestaurants gegessen da die Nudelsuppen zum einen überaus lecker sind und tatsächlich oft auch vegetarische Varianten hier zu finden waren  kiss Ich hab eine Schwäche dafür… und wir haben bei weitem nicht alles gegessen was es so gibt – sollte ich mal wieder da sein, hole ich das nach!  drop Man sieht natürlich auch europäische Küche – oft gesehen hab ich Restaurants die italienische und spanische Küche haben… für uns vermutlich etwas befremdlich diese Küchen zusammen zu werfen, für die Japaner wohl ganz normal.

Auch Eis essen ist hier anders. Zum einen sehen die Becher um vieles bunter aus und schmecken auch anders… ich weiß bis heute nicht, was das für ein Lila Eis war und welche Frucht ich da mitgegessen habe… sofern es eine war  xD Aber die Kombi mit Oreo und salzigen Keksen war sehr interessant und lecker! Und auch Crepes sind hier ganz anders, die Japaner werfen alles rauf was es gibt – Erdbeerkuchen, Eis und Litshis oder Thunfisch und Majonäse… xD An kulinarischen Experimenten gibt es hier genug.. so viel kann man gar nicht essen  O_O

Omlett mit Nudeln, Gemüse und Majonäse

Auch öfter gesehen – und ausprobiert haben wir Essen bestellen per Automat. Man wirft Geld rein, wählt sein Gericht und bekommt einen kleinen Zettel (wie bei Amt xD) und dann gibt man diesem dem Koch – anschließend wir gekocht und man bekommt sein essen.  Und für all diejenigen die sich wundern – in Japan wird kein extra Trinkgeld gegeben – es ist verpönt. Das Trinkgeld ist oft bereits mit im Preis eingerechnet – und im Anbetracht der Sprachbarriere ist es eine Sorge die man damit nicht hat  o-o Davon ab hat jeder in Japan ein Trinkgeld verdient, der Service ist einmalig. Sowas höfliches und freundliches – bemüht und doch diskret habe ich noch nie erlebt und ist sicher einmalig in der Welt…

Im übrigen gibt es natürlich auch ein paar Dinge die man beim essen gehen beachten muss. In Bahnhöfen sieht man oft Nudelläden in denen im Stehen gegessen wird – als Frau hat man hier nix zu suchen. Es ziemt sich nicht, als Frau im stehen zu essen. Hingegen ist schlürfen von Nudelsuppen absolut erwünscht – es zeigt das es einem schmeckt!

Am letzten Abend haben wir – keine 50 Meter von unserem Ryokan entfernt ein kleines Kochhighlight gegönnt: Yakisoba und Co – frisch gebrutzelt am Tisch. Dieses Restaurant hatte sogar englische Karten und Anleitungen wie man das braten selber macht – aufgrund unseres Aussehens hat der Koch alles für uns übernommen und die Pfannenwender geschwungen – und das sah überaus beeindruckend aus mit welcher Präzision und Leichtigkeit hier das Omlett gewendet wird, die Sause und Majonäse darauf verstrichen wird und das ganze uns zurecht gemacht wird  yay Es hat sich auf jeden Fall gelohnt – und diese kleine Portion war überaus mächtig  ^^;

Giftig grün und sausüß – Melonsoda (und Dounts)

Und auch sonst gibts ein paar sehr spannende Sachen da – wie Schüttelpommes. Jap. Schüttelpommes. Ihr bekommt eine große Tüte mit Pommes und ein kleines Tütchen mit Gewürz – Sojasauce, Käse, Wasabi – und dann kommt beides zusammen und wird durchgeschüttelt! Sehr lecker  love Oder Getränke – überall gibt es natürlich Automaten oder Supermärkte (24 Stunden offen) sodass man immer etwas bekommt (und man braucht viel zu trinken!) und viel ausprobieren kann… normale Cola oder Wasser, aber auch mit exotischen Geschmacksrichtungen wie Melone oder Apfelessig.. mal lecker.. mal weniger…  ^^;

Ich fand das Sprudelwasser mit Zitronengeschmack sehr erfrischend :3 Aber letzten Endes probiert man einfach mal alles durch.. und schmeißt Cola mit Teegeschmack weg weil sie furchtbar schmeckt xD

PS: Ich habe im übrigen nicht zugenommen  :) Denn bei der Wärme da merkt man nicht mal, dass man Hunger hat…

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Tokyo #3: Akihabara & Ikebukuro

Juli 4th, 2014

eine Hinterstraße in Akihabara

Akihabara “electric town” ist Zweifelsohne bekannt als Mekka der Nerds und Fans von elektronischem Schnickschnack!

Und es ist wirklich so – kaum waren wir aus dem Bahnhof raus purzelten wir bereits in die kleineren Seitenstraßen wo unendlich viele kleine Läden sind die alles Mögliche verkaufen was Kabel oder Stecker hat. Es ist wirklich beeindruckend, wobei wir da einfach nur durch geschlendert sind… man findet sogar in Reiseführern inzwischen den Hinweis das man sich vorher über Preise informieren sollte wenn man plant hier etwas zu kaufen, da inzwischen hier nicht mehr das Schnäppchenparadies ist, wie einst. Da wir jedoch nicht vorhatten Elektronikgeräte zu kaufen war es herzlich egal.. also sind wir weitergezogen in die nerdigeren Läden…

Und eben diese zu finden ist nicht schwer – und sobald man einmal in einem richtigen Laden für Nerds war bekommt das Wort eine ganz neue Bedeutung! Vergesst wenn ihr jemanden Nerd oder Geek nennt – hier sind wir alle verdammt normal im Vergleich zu dem, was ihr in Japan findet! Wir waren in zig Läden, manche winzig und klein, andere wiederum riesig und über 8 Stockwerke – und das voll mit Anime Figuren, Plüschies, Spiele (alte Klassiker, das Neueste vom Neuem), Poster, Wallscrolls, Buttons, Jojos (und die waren fesch sag ich euch!), Merchandise, DVDs, CDs… und Pornos.  ^^;

ein Laden – voll mit Animestuff und das über 6 Floors

Insbesondere in den kleineren Läden hat man es oft erlebt, nachdem man sich nach hinten durchgewuselt hat und eine Treppe gefunden hat, man plötzlich an nackten Japanerinnen oder Animefiguren die Treppe hochstieg und einem sehr eindeutigem Stockwerk gelandet ist. Im Anbetracht der Berichte, dass gerade die japanischen Männer Beziehungen zu echten Frauen als “kompliziert” empfinden und lieber eine virtuelle Liebe mit einem digitalen Mädchen führen erstaunt es einen nicht wirklich…  drop

Und man sollte gerade bei den Läden bedenken, dass diese wirklich eng sind. Die Gänge sind vielleicht etwas breiter als einen Meter und die Regale Vollgestopft – mitunter bis zur Decke. Es gibt also so viel zu entdecken, das man vermutlich zehn mal auf die gleiche Stelle gucken kann und trotzdem noch nicht alles gesehen hat. Ich war zu dem Zeitpunkt als wir in Akihabara waren ehrlich gesagt ziemlich froh, dass ich für Merchandise wie Figuren und all sowas keine Schwäche habe – denn wenn man die hat wird man hier sehr schnell sehr, sehr arm!

Leider ist es in den Läden immer verboten Fotos zu machen, sodass ich von den Eindrücken die man da so bekommt euch leider nix zeigen kann  T-T Aber es muss ja auch Anreize geben, wenn ihr da hin wollt, nicht wahr  :D

Was man auch natürlich viel sieht sind Maids, junge Mädchen in französischer Uniform oder modernen, kurzen Kimonos die einen in die Maid-Cafes Einladen. Und die stehen wirklich an jeder Straßenecke! Wenn man jedoch genauer hinsieht, sind sie mitunter gar nicht so süß und niedlich wie man meinen mag.. auch da gibts schiefe Zähnchen oder auch etwas fülligere Personen – ganz normal also  :) Besucht haben wir jedoch keines… die Vorstellung, dass da jemand mich betüddelt und mich ganz besonders bedient finde ich dann doch seltsam… auch wenn das gewissermaßen der Standard ist in Japan.

Ikebukuro

Ufocatcher in einer Spielhalle

Ohne Zweifel mein Lieblingsstadtteil! Und dabei ist Ikebukuro glaub ich nicht Mal für etwas großartig bekannt, außer vielleicht dem Sunshine 60 Gebäude, was wir uns aber nichtmal angesehen haben… auf dem Weg dahin waren Spielhallen, egal ob Sega oder andere – Spielhallen   heart ! Erinnert ihr euch an das Video der Straßen von Shibuya und die Lautstärke? Sobald ihr eine Spielhalle betretet fliegen euch die Ohren weg  O_O Ich habe noch nix erlebt, was so laut ist, kein Konzert, keine Sirene, nix. Spielhallen sind laut – und dabei fängt es im Erdgeschoss oft noch harmlos mit den Ufocatchern an  o-o Spätestens am dem 2. Floor kommen Musikgames, Prügelspiele und sogar Pferdewetten mit einer unglaublichen Lautstärke.

Und dazwischen stehen japanische Schulmädchen die auf dem Profilevel locker ein Musikspiel zocken, die pubertären Jungs die DragonBall oder die Erwachsenen an den Wetten oder Slotmaschinen. Also für Epileptiker oder Leute die es nicht Laut mögen sind Spielhallen wirklich nicht empfehlenswert – trotzdem sollte man sich mal eine ansehen wenn man da ist. Denn während hier Spielhallen ja einen eher komischen Ruf mitunter haben ist es in Japan ein anerkannter Weg um Spaß zu haben oder sich nach Schule zu entspannen. Und auch die Pferdewetten sind interessant – da ist – so groß wie zwei Billardtische – ein Miniaturpferdebahn auf der Plastikpferdchen rumlaufen der Wettgegenstand – und drum herum sitzen jene die zocken  ._. Mal abgesehen davon das auch so “klassischere” Spiele stehts knallbunt sind oder Anime-Sequenzen haben können. Aber die sind auch in der Bahn normal, von daher…  :3

eine Runde DragonBall gefällig?

Und wenn man einmal eines der Spiele gefunden hat was einen Spaß macht – egal ob Musik oder Shooter – versinkt man ganz schnell in dieser bunten Welt  kiss Im übrigen kann man hier auch Spiele entdecken, die man auf dem Markt noch gar nicht kennt – denn viele Spielefirmen testen genau hier ihre Spiele an ob sie gut ankommen  :)

Aber natürlich besteht Ikebukuro nicht nur aus Spielhallen – ebenso findet man hier Animate – einen rießigen Laden voll mit Mangas, Doujinshis, Merchandise und sogar Zeichenbedarf – und das über ganze 6 Stockwerke! Ich glaub ich war ganze drei Mal in dem Laden und hab immer wieder neues entdeckt, Süßigkeiten, Backmischungen mit Mangafiguren und natürlich Mangas! Wobei die Taschenbücher hier grundsätzlich eingeschweißt sind – woran man schnell gemerkt hat das diese hier einen etwas anderen Wert haben als bei uns.

Animate von innen – Mangas, Mangas!

Hier habe ich im übrigen auch Copics gesehen (auch wenn ich selber nicht damit arbeite) trotzdem mal ein kleiner Preis – ein Marker kostet hier 250 ¥ (so 2 €) während man hierzulande 7 € dafür zahlt! Aber zu Zeichenbedarf kommt noch ein extra Blogeintrag – ich hab natürlich shopping betrieben  >_<

Aber der Laden war unglaublich, alleine zwei Stockwerke nur Mangas, Mangas. Und das nächste Stockwerk voll mit Doujinshis, als Werke die nicht von Verlagen publiziert wurden und trotzdem verkauft werden – und darüber Stockwerke voll mit Merchandise. Wenn eine Serie beliebt ist findet man hier einen ganzen Esstisch voll mit Merchandise – wenn man also das Fan-Gen für eine Serie hat – kann man hier viel Geld lassen  kiss

Im übrigen waren wir zuerst in einem anderen Animate – der insbesondere für Cosplayer war – nicht ganz zu groß aber trotzdem riesig voll mit Makeup, Kostümen, Perücken, Accessoires – also alles was das Herz begehrt  ^^=  Und insgesamt die Preise hier sind natürlich ganz anders.. wobei ich nicht immer darauf geachtet habe…

Man merkt das egal ob Manga und Anime, verrückte Spiele oder was auch immer hier keine seltsame Randerscheinung ist sondern eine anerkannte Kultur und Wirtschaft. Hier geht neben den Schülern auch der Geschäftsmann im Anzug in den Laden der ausschließlich Kartenspiele verkauft und kommt mit seltenen Karten in der Hand wieder raus. Und gleiches gilt für die Manga Laden, auch hier sieht man Frauen die zwar jugendlich gekleidet sind aber sicher doch schon eher Ende 20 als 20 sind… :haha:

Und wenn ich das nächste Mal in Japan bin werd ich vermutlich unmengen an Geld in Ufocatchern verzocken… ich bin offiziell süchtig geworden nach den Dingern  love

 

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new call of duty 2010